KLIENTENSEITE                                                                 INHALT:

DER GONG

Was mir sehr gut gefällt, ist der „Gong“. Dir wird es vielleicht auch gefallen. Ich hau immer auf den „Gong“, wenn ich mich alleine fühle und wenn ich mit etwas nicht zurecht komme. Dann kommen alle, die im Haus sind, zusammen und ich erzähle das, was mir wichtig ist. Vielleicht willst Du auch erzählen was Dir wichtig ist und wo Du Hilfe brauchst. Also hau auch auf den „Gong“!

Olga, 14 Monate im COME IN!

Kiezkicker als Nikolaus

Dienstag, 07. Dezember 2010


Es weihnachtet sehr beim FC St. Pauli: Am 6. Dezember besuchten die St. Pauli-Spieler Fin Bartels und Ralph Gunesch zwei gemeinnützige Hamburger Einrichtungen, die von der ARD Fernsehlotterie unterstützt werden.



Begleitet wurden die beiden Kiezkicker von Christian Kipper, dem Geschäftsführer der ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“. Von 16 bis 19 Uhr sorgten die beiden Spieler bei den Kindern und Jugendlichen im COME IN! und den Bewohnern des AWO-Wohngruppenhauses Boberger Anger für fröhliche Nikolausstimmung. Nach einem Rundgang durch die Einrichtungen überreichten Fin Bartels und Ralph Gunesch den Bewohnern Schokoladen-Weihnachtsmänner in St. Pauli-Trikots und erzählten von ihren Erlebnissen beim Verein.

Das COME IN! ist eine Fachklinik und Therapeutische Gemeinschaft, die suchtkranke Kinder und Jugendliche bei ihren ersten Schritten in ein suchtfreies Leben begleitet. Die ARD Fernsehlotterie unterstützte die Einrichtung beim Bau eines neuen Wohnhauses mit 249.910 Euro. Die Arbeiterwohlfahrt in Boberg konnte dank der Förderung der ARD Fernsehlotterie in Höhe von 400.000 Euro ein integratives Wohngruppenhaus bauen, das demenziell Erkrankten, Behinderten und minderjährigen Müttern mit Kindern ein gemeinsames Zuhause unter einem Dach bietet.



Die ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ begleitet als Hauptsponsor den FC St. Pauli. „Uns ist es besonders wichtig, unser Engagement für den FC St. Pauli mit Leben zu füllen und die Menschen auf unser Motto ‚Helfen und Gewinnen‘ aufmerksam zu machen“, erklärt Christian Kipper. „Dass wir mit Aktionen wie dem Nikolausbesuch Bewohnern und Mitarbeitern der geförderten Einrichtungen darüber hinaus eine große Freude bereiten können, ist umso schöner.“

Weitere Informationen findet Ihr unter www.einplatzandersonne.de und www.helfenundgewinnen.tv

(hb)
Fotos: FC Medien

Ein neues Zuhause für 20 suchtkranke junge Menschen

Freitag, 26. November 2010 20:47 - Von Thomas Heyen Bergedorfer Zeitung

Am Freitag, 25. November wurde der Neubau feierlich eingeweiht.

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Die 20 Bewohner des Come In haben ein neues Zuhause: Am Freitag, 25. November, wurde der Neubau auf dem Gelände der Fachklinik für suchtkranke Kinder und Jugendliche am Moorfleeter Deich 341 feierlich eingeweiht. Ehrengast war der Hamburger Wirtschaftssenator Ian Karan.



Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp, Liv Schindler (stellvertretende Einrichtungsleiterin), Dieter Adamski, Senator  Ian Karan und Norbert Mahringer vor dem Neubau der Fachklinik. Foto: Thomas Heyen

1,1 Millionen Euro kostete der Bau des knapp 700 Quadratmeter großen Gebäudes. Neben zehn geräumigen Zimmern mit Bad und WC, die von jeweils zwei jungen Menschen bewohnt werden, sind in dem zweistöckigen Haus zwei Gruppenräume, eine Teeküche und ein Büro untergebracht. Einrichtungsleiter Norbert Mahringer freut sich über die hellen Räume: „Hier gibt es viel Licht. Hoffentlich wirkt sich das auf die Bewohner positiv aus.“

Mahringer erinnerte an die lange Zeit, die für die Realisierung des Neubaus nötig war: „Gebaut wurde das Haus in nur sechs Monaten, aber die Planung mit vielen Korrekturen und Überarbeitungen dauerte fünf Jahre.“ Der Wirtschaftssenator bezeichnete die Klinik als „großes Geschäft“. Karan: „Jungen Menschen zu helfen ist wertvoller als viele andere hochwertige Geschäfte. “ Im Come In würden die Kinder und Jugendlichen Eigenverantwortung und Selbstachtung lernen, ebenso das Lösen von Konflikten, sagte er.

Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp betonte das gute Verhältnis zu den Nachbarn: „Hier gibt es keinen für uns im Bezirksamt spürbaren Ärger.“ Auf die Einrichtung ist er „stolz“: Seit der Eröffnung 1993 wurden im Come In mehr als 700 hilfsbedürftige Menschen beherbergt, von denen rund ein Drittel heute ein normales Leben führt.

Finanziert wurde das 1,1-Millionen-Projekt zum Großteil durch Spenden: Die ARD-Fernsehlotterie, die Aktion „Ein Herz für Kinder“ und die Karl Bröcker Stiftung spendeten insgesamt rund 430.000 Euro. Den Rest übernimmt der Trägerverein Therapiehilfe, der einen Kredit abzahlt. Dieter Adamski, Geschäftsführer der Therapiehilfe, bedankte sich nicht nur bei den Finanziers, sondern auch bei den 16 Frauen des Vereins „Licht im Schatten“: Sie unterstützen das Come In seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich.

Die Come-In-Bewohner werden in Therapien und in der hauseigenen Schule auf einen neuen Start vorbereitet. Bis zu zwei Jahre können die jungen Menschen in der Fachklinik leben, um zu lernen, wie sie ihren weiteren Lebensweg ohne Drogen gestalten.


 

Richtfest in der Fachklinik COME IN! mit viel Lob vom Senator Dietrich Wersich
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Im Juli 2010 feierte die Fachklinik COME IN! Richtfest für ein neues Gebäude. In rd. 90 Tagen
sollen hier die ersten Patienten im Alter von 12 bis 18 Jahren einziehen können. Vor mehr als
17 Jahren wurde die Fachklinik COME IN! in einer denkmalgeschützten Villa in Moorfleet
gegründet, um sich mit ihrem speziellen Angebot an suchtkranke Kinder und Jugendliche zu
wenden.

„Mir sind echte Perspektiven für Jugendliche wichtig, die durch Drogen und Suchtmittel schwer vom
Lebensweg abgekommen sind“, so Gesundheits- und Familiensenator Dietrich Wersich „Dazu bietet
COME IN! hervorragende Chancen, da hier in einem gesamtheitlichen Therapieansatz Jugend- und
Suchthilfe ineinander übergehen.“

Dieter Adamski, Geschäftsführer therapiehilfe e.v., Träger der Fachklinik, freute sich ganz besonders
über den prominenten Besuch. „In Zeiten leerer Kassen müssen Träger wie therapiehilfe e.v kreativ
sein, wenn es um die finanzielle Umsetzung von Großprojekten geht.“ Sein Dank ging insbesondere
an alle treuen Helfer und an die Hauptspender: Die „ARD-Fernsehlotterie“ sowie die Bildinitiative „Ein
Herz für Kinder“ sind maßgeblich daran beteiligt, dass der 1,1 Mio. € teure Neubau von der Bilfinger
Berger Hochbau GmbH als Generalunternehmer gebaut werden kann. „Das Projekt nimmt für uns
einen hohen Stellenwert ein, weil sich therapiehilfe e.v. für wichtige soziale Belange engagiert“, betont
Gerd Meyer, Leiter der Niederlassung in Hamburg. „Darüber hinaus können wir mit einem so
genannten Zuhause-Kraftwerk auch ökologischen Aspekten gerecht werden und die Energieeffizienz
steigern.“


 

Folgender Artikel erschien kürzlich im Bergedorfer Zeitung.

PROMINENTE HILFE FÜR DAS COME IN!

Freitag, 4. Dezember 2009 04:00

Moorfleet (hy).
Mehr als fünf Millionen Fernsehzuschauer verfolgten gestern Abend in der ARD "Das unglaubliche Quiz der Tiere - Stars spielen für die ARD Fernsehlotterie".
Am Ende der von Frank Elstner moderierten Quizshow hatte der Schauspieler Erol Sander 123 000 Euro gewonnen. Doch von dem Geld macht sich der prominente Kandidat keinen Lenz: Sander gewann es für das "Come In" am Moorfleeter Deich 341. Das Therapiezentrum für suchtkranke Kinder und Jugendliche investiert das Geld in ein weiteres Gebäude.

Die ARD Fernsehlotterie spendete an das "Come In" sogar noch weitere 126 910 Euro - insgesamt also 249 910 Euro. Das Geld wird in das neue Wohngebäude investiert, in dem 18 junge Menschen leben sollen. In der ersten Therapiephase lernen sie langsam, ihr Leben wieder ohne Drogen zu gestalten. "Das Haus, in dem momentan die Unterkünfte sind, steht unter Denkmalschutz. Eine Sanierung wäre zu teuer", sagt die stellvertretende Leiterin Liv Schindler.
Bereits im Sommer hatte ein Kamera-Team der ARD die Jugendlichen in dem Therapiezentrum gefilmt. Der Beitrag wurde gestern während der Quizshow ausgestrahlt.
 


 

Ein tolles Projekt ist im COME IN! entstanden und wer die drei  Jungs mal live rappen gehört hat, der wird beeindruckt sein vom Engagement der drei Künstler: Gänsehaut pur! „HipHop Nation“ nennet sich das Trio.

Folgender Artikel erschien kürzlich im Bergedorfer Zeitung.

MIT MUSIK DROGENSUCHT BEKÄMPFEN

Dienstag, 10. November 2009 04:00  - Von Thomas Heyen

Moorfleet. Sergej, Johannes und Fabian sind noch keine 20. Doch sie haben schon viel Schlimmes getan und erlebt: Die jungen Männer haben gestohlen oder mit
Drogen gedealt, standen mit einem Bein im Knast, waren auf Entzug.

Sie hatten Probleme mit ihren Eltern oder Geschwistern, haben schon im Kindesalter viele verschiedene Drogen genommen. Nun leben die drei Heranwachsenden im "Come In", dem Therapiezentrum am Moorfleeter Deich 341. Dort haben sie eine neue "Droge" entdeckt: Musik. Als "HipHop Nation" verarbeiten Johannes (19), Fabian (16) und Sergej (18) ihre Erfahrungen in Rap-Liedern. Inzwischen haben sie ihre erste CD aufgenommen.

"Unser Leben" heißt das erste Lied auf der "C' est la vie" betitelten CD - zu deutsch: So ist das Leben. Fabian, Sergej und Johannes haben es gemeinsam getextet und aufgenommen. "Es ist unser Leben, es ist unser Weg, es ist unsere Erde, die sich falsch rumdreht", heißt es im Refrain.

Sergej arbeitet daran, dass bei ihm bald wieder alles in die richtige Richtung geht. Seit 20 Monaten wird er im "Come In" therapiert. In Moorfleet hat sich der 18-Jährige, der bereits als Achtjähriger zur Zigarette griff, sogar das Rauchen abgewöhnt. Johannes lebt seit eineinhalb Jahren im "Come In". Dort lernte der 19-Jährige Sergej und Fabian kennen. Als Achtjähriger kam Johannes in ein Heim, sprayte illegal Graffiti, handelte mit Drogen, war ein Dieb. Der Jugendrichter ließ ihm die Wahl: "Knast oder Therapie?" Als Johannes erfuhr, dass er eine Tochter hat, veränderte sich sein Denken: "Ich will mich um sie kümmern, es besser als mein Vater machen."

In seine alte Heimat, Eberswalde bei Berlin, will Johannes nicht zurück: "Die Gefahr, wieder in den Sumpf zu geraten, ist mir zu groß." Statt dessen sucht er eine Lehrstelle als Koch - in ganz Rest-Deutschland.

Mit 15 zog Fabian im "Come In" ein. Das war vor über einem Jahr. Der aus Bad Schwartau stammende Jugendliche betäubte sich regelmäßig mit Alkohol, Amphetaminen und weiteren Drogen, landete in einer Entzugsklinik. Warum er sich so zugemacht hat? "Ich konnte nicht mit meiner Schwester mithalten, war in der Schule nicht so gut wie sie. Das hat mich frustriert." Von einem "Konkurrenzkampf mit seinem Halbbruder" berichtet Johannes.

Sergej, der ohne seinen leiblichen Vater aufwuchs, wurde von seiner Mutter streng erzogen: "Ich hatte das Gefühl, nicht von ihr geliebt zu werden", sagt er.

In ihrer "HipHop Nation" gehen die Ex-Junkies auf. Als die Band im Sommer bei der Altonale auftrat, waren die drei Musiker mit ihren ehrlichen, bewegenden Anti-Drogen-Liedern Exoten - umgeben von coolen Gangsta-Rappern, "aber denen gefiel unsere Musik", sagt Sergej.

Entstanden ist die Band in der Rap-Arbeitsgemeinschaft des "Come In", die von der Initiative "Kultur bewegt", der Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel, der Kulturbehörde und der Hamburgischen Kulturstiftung gefördert wird. Auch nach ihrer Zeit in Moorfleet wollen Fabian, Sergej und Johannes zusammen rappen: "Wir wollen weiterhin ehrlich unsere Meinung äußern."


 

COME IN! COMICS gezeichnet von einer Klientin

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Der HSH Nordbank Run VI in der Hafen City

Die Bewohner der 2.Phase, des Come In, haben an dem diesjährigen Lauf durch die Hamburger Hafen City mit insgesamt 762 Teams und 20.318 Läufern teilgenommen. Der 4 Kilometer lange Parcours, führte einmal quer durch den neu erstehenden Stadtteil. Die Startgebühr kam dem Verein „Kinder helfen Kinder“ zu gute und ermöglicht Kindern und Jugendlichen, aus finanziell schwächeren Familien, den Eintritt in einen Sportverein.

Die Ankunft beim Hafen City Lauf war ganz Okay. Es war eine Gute Stimmung und die Veranstaltung war sehr gut organisiert. Aber es war viel zu wenig Platz für die Menschenmenge die bei dieser Veranstaltung mitgemacht hat.

Impression des Laufes von Christopher und David:

Christopher und David sind um 17:15 Uhr gestartet. Christopher ist mit dem Ziel als Erster ins Ziel zu kommen losgelaufen und David ist mit dem Ziel überhaupt ins Ziel zu kommen losgelaufen. Christopher war ziemlich schnell von der Gruppe entfernt, weil er keine Lust hatte auf die anderen zu warten und sich mit den anderen Gruppen messen wollte. David dagegen hat sich auch von der Gruppe entfernt aber in der entgegengesetzten Richtung. Christopher war während des Laufes sehr entspannend und frei von allen Gedanken die er hatte. David ist ganz relaxt und entspannend gelaufen und war hinterher froh und Stolz auf sich, das er heil ins Ziel gekommen ist. Christopher war auch sehr froh das er ins Ziel gekommen ist und vor allem als Erster.
Puh, war das Anstrengend. Es war ein guter Lauf. Der Gruppe hat es Spaß gemacht am Ende ihrer Grenzen zu sein. Als wir angekommen sind im Ziel, waren alle ausgelastet und fertig vom Lauf. Wir haben kaum noch unsere Beine gespürt. Bei dem Durchlauf haben wir am Ende Wasser und Bananen als Stärkung bekommen.

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Kurze Auszüge aus der Tschechienreise 2005

Sonntag, der 10.07.2005

Wir haben wie jeden Morgen um 8:00 Uhr gefrühstückt. Das Essen hat allen sehr gut geschmeckt. Es gab eine große Auswahl an verschiedenen Sachen. Ich denke, viele aus unserer Gruppe waren beeindruckt von dem Büfett, weil sie so etwas zum ersten mal gesehen haben. Nach dem Frühstück haben wir uns auf gemacht zu einer Wanderung.

Das Wetter war genau richtig zum Wandern. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Wir sind durch Wälder zu einer Burg gewandert. Als wir durch Wiesen zum Wald gingen, war es sehr nass und rutschig. Was ab und zu sehr witzig war, weil man aufpassen musste, dass man nicht hinfällt. Die Burg war sehr schön. Im großen und ganzen war der Tag sehr schön. Auch weil wir uns in der Gruppe gut unterhalten haben.

Laura D.

 

 

Montag, den 11.07.2005

Die Bootsfahrt

OK, mit meinem rumalbern und das ich mich ständig lustig gemacht hatte, war es vorbei. Entgültig! Ausgerechnet ich MR. ZYNISCH, habe mich zu schnell ohne jegliche Überlegung, für das (sagen wir) etwas andere Boot entschieden getarnte Sicherheitsvorkehrungen. Meinen schwarzen Humor habe ich ganz schnell vergessen, als mein Mitklient (ich nenne bewusst keine Namen) im gleichen Takt mit mir paddelte und somit eine leicht angespannte Stimmung zwischen mir und meiner „Tagesbootfahrt-Liebe“ herrschte. Ich paddelte wie ein IRRER und meine „Hiebe“ entspannten zwischendurch. Alle 15 Minuten ließen wir uns treiben von Mutter Natur. Herrlich gewaltige Felsbrocken und alte Wälder. Richtig schön auch, dass uns jedes mal drohte zu kentern, wenn wir Äste und Steine übersahen. Das besserte meine Laune und mein Fluchen auf meinen Mitklienten (´Nein , ich kenne seinen Namen immer noch nicht) verstummte leise.

Nach fast zwei Stunden kamen wir an unserem gewünschten Ziel an. Ausgeglichen, erschöpft und entspannt, ein völlig anderer Mensch (Hagen heißt er, also ich)

The End
Merci Hagen

Donnerstag 14.07.2005

Praha (Prag)

Wir hatten eine kleine Stadtführung. Die Gassen, Plätze und vor allem die alten riesigen Häuser haben es mir angetan. Die Gruppe war sehr aufgeregt und so sind keine großen Konflikte entstanden. Absprachen haben geklappt. Die Orientierung hat dank eines kleinen Faltplanes geklappt und wenn nicht konnte man sich mit den letzten Englischkenntnissen durchfragen. Die Sonne hat geschienen und wir haben in einem kleinen Restaurant nach der Stadtführung Mittag gegessen. Das war sehr lecker. Die restliche Zeit durften wir in Gruppen durch Prag stöbern. Wir waren in Musikläden und in großen alten Einkaufspassagen, wo wir uns natürlich nichts leisten konnten. Aber die Athmosphäre hat das alles rausgerissen. Es war ein sehr schöner Tag, aber am Ende konnte keiner mehr laufen. Ich habe mich noch etwas auf der Rückfahrt von der Stadt begeistern lassen und habe mich auf das warme Abendbrot wie immer gefreut. Abends bin ich ins Bett gefallen und fand es doch schade, dass der Urlaub in Tschechien schon bald vorbei ist.

Mir hat dieser Tag besonders gefallen. Dafür möchte ich Ihnen persönlich danken.

A. D.

 

Intervew zum Thema flexible Therapiezeit

Gespräch mit Marco am 27.11.2006
 

Marco, Du hast im COME IN! Therapie gemacht und auch die Reintegrationsphase des COME IN! genutzt. Warum hast Du Dich überhaupt für eine stationäre Therapie entschieden, obwohl Du nur THC konsumiert hattest?

Ich hatte bereits einige Jahre gekifft, ohne dass meine Eltern das richtig mitbekommen haben. Und am Anfang lief das auch mit der Schule noch alles so einigermaßen. Ab der 11. Klasse ging’s dann aber mit meinen Schulleistungen ziemlich stark bergab.
Als ich dann die 11.Klasse wiederholen musste und trotzdem nicht regelmäßig hingegangen bin, konnte ich mir nicht mehr einreden: „Alles läuft rund“. Ich hatte jede Menge Fehlzeiten, die Noten wurden nicht besser und manchmal verschwand ich tagelang zu einem Freund.
Da fiel auch meinen Eltern auf: Irgendwas läuft da verkehrt. Ich bin oft aus dem Haus gegangen  und  habe gesagt: „Ich geh zur Schule“ und bin aber zu meinem Freund gegangen, wo wir nichts gemacht haben außer kiffen.
Als mir das selber klar wurde, dass ich eigentlich nichts anderes mehr mache, als zu konsumieren, habe ich richtig Zukunftsangst bekommen, denn ich dachte: „So kriegst du nix hin. Keinen Schulabschluss, kein Studium, keine Ausbildung.“ Das hat mir richtig Angst gemacht.

In der 7. oder 8. Klasse ist mal ein Klassenlehrer mit uns zu einer Drogenberatung des Landesinstituts für Schule gegangen. Daran hab ich mich dann erinnert und bin da hingegangen und hab das erste Mal über den Konsum gesprochen. Die haben mir dann empfohlen eine Therapie zu machen, entweder ambulant oder stationär. Als stationäre Therapie haben sie das COME IN! empfohlen.
Nach den Gesprächen hab ich meine Eltern informiert. Die hatten einfach nur das unbestimmte Gefühl gehabt, dass irgendwie was nicht stimmt, aber als es um Sucht ging, da sind sie aus allen Wolken gefallen ….

Ich habe mich dann nach einem Info-Nachmittag für das COME IN entschieden, auch weil ich weg wollte und raus aus der Gefahr, jeden Tag wieder zu meinem Freund zu fahren.
Zuerst habe ich noch mit einer Mitarbeiterin im COME IN! überlegt, ob für mich vielleicht gleich die Reintegration in Frage kommt. Dann haben wir aber zusammen gefunden, dass Therapie schon sinnvoll wäre und dass ich, wenn ich dann im COME IN! bin, mit den MitarbeiterInnen zusammen kucke, wie lange ich die Therapie in der Rehabilitation brauche.
Als ich dann angefangen hatte, ist alles recht schnell gegangen, so dass ich völlig überrascht war, als ich nach 7 Wochen meinen 3. Stufe-Antrag stellen sollte.

 

Wenn Du jetzt zurückblickst, meinst Du, dass es auch ohne stationäre Therapie gegangen wäre?
Dir wurde ja auch ambulante Therapie vorgeschlagen.

Vermutlich hätte es ambulant überhaupt nicht geklappt,  weil ich zu nah an meinem Umfeld dran war, das auch konsumiert hat. Zur ambulanten Therapie wäre ich wahrscheinlich nur ein- oder zweimal hingegangen. Ich hatte ja kein cleanes soziales Umfeld, sondern nur Leute, die gekifft haben.
Erst im COME IN! hab ich gelernt wie das geht, Freundschaften zu schließen und sich nach und nach ein drogenfreies Umfeld aufzubauen. Ich konnte sozusagen meine Vergangenheit hinter mir lassen und in Hamburg mein Leben noch mal von vorne anfangen. 

 

Du hast Dich selbst mal als „Einzelgänger“ bezeichnet. Im COME IN! wird überwiegend mit Gruppen gearbeitet. Wie war das für Dich?

Ich hab im COME IN! mit der Zeit gemerkt, dass ich auch deshalb ein Einzelgänger bin, weil ich früher in Gruppen sehr unsicher war. Im COME IN! hab ich gelernt, diese Unsicherheiten abzubauen. Es war zwar manchmal schwierig, aber ich konnte nach und  nach feststellen, dass ich auch in einer Gruppe akzeptiert werden kann wie ich bin und dass es oft weiterhilft, sich mit anderen darüber auszutauschen, wie man sie erlebt oder wie sie mich erleben.

 

Du warst insgesamt „nur“ 3 Monate  in der Rehabilitation. Denkst Du heute, das war zu lang oder zu kurz oder richtig für Dich?

Eigentlich hat die Zeit gerade ausgereicht, weil ich ja danach in der Reintegration war. Da hatte ich Gelegenheit, Vieles auch außerhalb vom COME IN! einzuüben und auszuprobieren.
Vielleicht hätte ich einige Sachen über mich noch besser verstanden oder irgendwie genauer hingucken können, wenn ich länger in der Rehabilitation geblieben wäre. Vielleicht hätte ich auch viel Lebenspraktisches verlernt.

Heute, wo ich selbstständig außerhalb vom COME IN! lebe, finde ich es richtig so wie es war.

Marco vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Gespräch genommen hast!